Ein unerwartetes Geschenk

Anette

Hast Du auch manch­mal das Gefühl, dass je mehr du ver­sucht viel Zeit mit Gott zu ver­brin­gen, desto mehr kommt dazwischen?

Vor 2 Wochen hatte ich genau so ein Erleb­nis. Am Dien­stag musste ich viel länger arbeiten als nor­mal. Ich kam spät heim und wollt nur noch etwas Essen und ins Bett. Nor­maler­weise „plaud­ere“ ich abends immer noch etwas mit Gott und eigentlich wollte ich noch ein paar Sachen für Mittwoch vor­bere­iten, da wir uns da immer im erweit­erten Leitung­steam in der city church tre­f­fen. Am Mittwoch stand ich dann extra früh auf. Wie es so ist, stand ich total ver­schlafen, viel zu lange vor dem Klei­der­schrank, bis ich mich zu einer Out­fi­tentschei­dung durchrin­gen kon­nte, in der Küche gab es noch eine Spül­mas­chine die aus­geräumt wer­den wollte, und die Entschei­dung, ob und was ich früh­stücken sollte dauerte nur wenig kürzer als die vor dem Kleiderschrank …

Dann fiel mir plöt­zlich ein, dass ich noch ein drin­gen­des Mail fürs Labor schreiben wollte und noch etwas raus­suchen musste, dass ich jemand im Team mit­brin­gen sollte. Inzwis­chen war das Früh­stück aus Zeit­grün­den gestrichen und meine Zeit mit Gott reduzierte sich auf einen Wor­ship­song. Inner­lich war ich total unruhig, aber kör­per­lich fühlte ich mich noch immer im Halb­schlaf und total schlapp. Und so stolperte ich aus dem Haus, het­zte zur Tramhal­testelle nur um dort meinem ger­ade abfahren­den Tram hinterherzuwinken.

Oh, nein! Frus­tri­ert set­zte ich mich ins näch­ste Tram und zog mein Handy her­aus um bescheid zu geben, dass ich etwas später kom­men würde. Das Hany blinke ganz wild. Ich hatte es am Vortag kein einziges Mal in der Hand gehabt (ja, so Men­schen gibt es auch heute noch J) und daher die einge­gan­genen SMS gar nicht bemerkt. Han­sjörg hatte geschrieben, dass wir uns heute erst um 10 Uhr treffen.

Wow, super! Ich ver­ließ das Tram noch schneller als ich es betreten hatte und machte mich wieder auf den Heimweg. Dort ließ ich mir einen Kaf­fee aus der Mas­chine, kuschelte mich in meine Decke aufs Sofa und da war sie… die RUHE nach der ich mich seit gestern gesehnt hatte. Alles war erledigt und ich hatte ein­fach 2 geschenkte Stun­den Zeit. Geschenkt, von wem? Ich hatte da so einen Ver­dacht. Ich nahm einen großen Schluck Kaf­fee und begann Gott zu danken und ihn anzu­beten. Auf ein­mal war er so nah, seine Liebe im ganzen Raum spür­bar. Ich hatte fast den Ein­druck als hätte er schon die ganze Zeit auf mich gewartet nur um mich mal wieder in den Arm zu nehmen. Aller Stress und jedes Prob­lem schienen plöt­zlich total irrel­e­vant. Zwei geschenkte Stun­den, die viel mehr waren, als eine kurze Ruhep­ause. Es war eine total unver­di­ente, erfül­lende, ermuti­gende und schließlich total fröh­liche Begeg­nung mit meinem Vater im Him­mel. In dem allen wurde mir bewusst, dass Gott eigentlich schon gestern Abend parat gewe­sen wäre. Was für ein riesen Priv­i­leg, dass wir in Gottes Ruhe ein­tauchen dür­fen und zwar HEUTE (Heb 4,7). „Set­zen wir also alles daran, an dieser Ruhe teilzuhaben…“ (Heb 4,11).

Ist Deine Zeit mit Gott auch manch­mal umkämpft und du sehnst dich nach seiner Ruhe? Dann hör doch mal in Han­sjörgs Predigt vom Son­ntag rein. 

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Ich wün­sch Dir viele ermuti­gende und kraftvolle Begeg­nun­gen mit unserem Vater im Himmel.

Alles Liebe Anette

 

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