Solid Ground — Die Kraft des Fastens

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Fas­ten ist sehr kraftvoll und unter­stützt deine Demut und Hingabe an Gott. Es setzt wahre Umkehr und Busse frei, und unter­stützt dich im geistlichen Kampf. In der ganzen Bibel ist Fas­ten ein wichtiger Bestandteil, auch Jesus ging davon aus, dass jeder fastet (Matth. 6,16–18).

Zurüs­tung zum Dienst in der Kraft des Heili­gen Geistes

Jeder erweck­lichen Bewe­gung ging eine Fas­ten– und Gebet­szeit voraus, was mit dem Vor­bild Jesu nach seiner Taufe begann: Erfüllt vom Heili­gen Geist wurde er in die Wüste geführt. Nach 40 Tagen fas­ten kam er in der Kraft des Heili­gen Geistes zurück. Die Fas­ten­zeit gab ihm Autorität für seinen Dienst. (Lukas 4.1–14)

Warum und wofür fasteten Men­schen im Wort Gottes

  • Mose fastete in inten­siver, ungestörten Hingabe zu Gott (2.Mose 34,28–30)
  • Joschafat liess ein Fas­ten aus­rufen bevor er in den Kampf zog (2.Chronik 20,3)
  • Esra fastete damit sie auf der Reise beschützt wer­den (Esra 8,21)
  • Nehemia fastete für Jerusalem (Nehemia 1,3–4)
  • Ester fastete in grosser Not, damit Gott ein­greift und ihr Gunst beim König gibt.
  • David fastete für seine Feinde (Psalm 35,13)
  • Joel rief das Volk zur Umkehr mit Fas­ten auf (Joel 2,12)
  • Daniel machte ein Teil­fas­ten, um eine Antwort von Gott zu bekom­men (Daniel 10,2)
  • Alle Leute von Ninive und ihr König, sie bekehrten sich zu Gott mit Busse und Fas­ten (Jona 3,5–10)
  • Prophetin Hanna diente Gott mit Beten und Fas­ten im Warten auf den Messias
  • Jesus fastete damit die Liebe seines himm­lis­chen Vaters und das Reich Gottes offen­bar wird (Lukas 4,1–14)
  • Jesus lehrte seine Jünger, dass einige Dämo­nen nur durch Fas­ten aus­getrieben wer­den kön­nen (Markus 9,14–29)
  • Die ersten Chris­ten fasteten für Rich­tungsweisung (Apos­telgess­chichte 13,1–3)
  • Paulus hatte einen Lebensstil mit Fas­ten und Beten (2.Kor.6,3–10 und 11,23–30)

Auswirkun­gen des Fastens

Die Fas­ten­zeit bewirkt  Reini­gung von Kör­per, Seele und Geist. Jeder Bere­ich deines Lebens wird noch klarer. Du hast tief­ere Sün­den­erken­nt­nis und dadurch grösseren Sieg über dein Fleisch, Süchte etc. Du wirst sen­si­bler im Geist; und kannst den Willen Gottes besser erken­nen.  Dein Gebet wird kraftvoller und du hast mehr Autorität über die Mächte der Fin­ster­nis. Deine Hingabe und Demut nehmen zu. Gott erhört dein Beten und Fas­ten und er greift ein nach seinem Willen.

Deine Vor­bere­itung

1. Finde mit Gott her­aus wie du Fas­ten sollst

  1. Wann und wie lange wirst du fasten?
  2. Wofür fastest du?
  3. Mit wem wirst du fasten?

2. Lege die Art des Fas­tens fest

Voll­fas­ten: Keine Nahrung, viel Trinken, bei mehrtägigem Fas­ten ev. Bouillon

Teil­fas­ten: Verzicht auf einzelne Mahlzeiten, Verzicht auf Kaf­fee, Süsses usw.

Enthal­tendes Fas­ten: TV, Musik, Com­puter, Aus­gang, Sport,  usw.

Wenn es dir möglich ist, ver­suche ein Voll­fas­ten. Erin­nere dich, auch Jesus brauchte ein Voll­fas­ten. Es reinigt dich gle­ichzeitig vom genus­sori­en­tierten Ess-Lebensstil der west­lichen Welt.

Plane genug Zeit für Gebet und Bibelle­sen ein. Schau, dass du während dem Fas­ten keine aussergewöhn­lichen Ter­mine hast, die dich Kraft kosten oder dir zuviel Zeit rauben.

Suche dir wenn möglich jeman­den der mit­fastet. Es ermutigt dich, dass du nicht allein bist und hilft dir durchzuhal­ten. Das Volk Israel fastete immer gemein­sam, es wusste um die Stärke, wenn mehrere zusam­men fasten.

Lies Jesaja 58, 6–12. Es beschreibt das Fas­ten, das Gott gefällt, und die Ver­heis­sun­gen darin.

Tipps für län­gere Fastenzeiten

Vor­bere­itung

Es ist hil­fre­ich schon zwei bis drei Tage vor Fas­ten­be­ginn den Kaf­fee Genuss zu reduzieren oder ganz aufzuhören (ver­mei­det Kopf­schmerzen während dem Fas­ten), und stufen­weise nur noch leichtver­dauliches zu sich zu nehmen, dies erle­ichtert den Fasten-Einstieg am ersten Tag. Bei einer Fas­ten­zeit ab 5 Tagen emp­fiehlt es sich ein Abführmit­tel zu nehmen.

Während dem Fasten

2 – 3 Liter Wasser oder Tee trinken ist sehr wichtig. Eine Tasse Bouil­lon täglich kann den Salzhaushalt im Gle­ichgewicht hal­ten. Gemüse– und Frucht­saft kann in kleinem Mass (1 Glas) zur Unter­stützung des Kreis­laufs bei der Arbeit, auf dem täglichen Plan stehen.

Viel Schlaf am Anfang ist wichtig, da der Kör­per während der ersten Phase entschlackt wird. Dies zeigt sich durch Mundgeruch und eventuellen Durch­fall.  Danach wird man immer fit­ter und wacher.

Nimm deine Kör­persig­nale ernst. Finde her­aus was dein Kör­per braucht. Das ist bei jedem Men­schen anders. Mor­gendliche Mühe mit dem Kreis­lauf und Schwindel kann genauso unan­genehm sein wie ver­mehrtes Frieren. Tägliche Spaziergänge an der frischen Luft und leichte Gym­nas­tik helfen, wenn man den Kör­per nicht überfordert.

Nach dem Fasten

Die Ver­dau­ung braucht nach einer Fas­ten­zeit von min­destens einer Woche zwei bis drei Tage, um sich wieder umzugewöh­nen. Langsamer Ein­stieg mit leichtem Essen ist wichtig.

Ich wün­sche dir viel Segen beim Fasten!

 

Dies ist ein Auszug aus dem geplanten Hand­buch «Solid Ground – Das siegre­iche Leben mit Jesus». Vervielfäl­ti­gun­gen für den pri­vaten Gebrauch sind erlaubt. © Susanne Wespi / city church

 

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