Entmachte die Versuchung

mirjam

In unserem All­tag begeg­nen uns immer wieder Ver­suchun­gen in ver­schiede­nen For­men. Ver­suchun­gen kom­men nie von Gott, doch er lässt sie zu, damit unser Glaube bewährt wird. Wenn wir Ver­suchun­gen über­winden sind wir siegre­ich und unsere Beziehung zu Gott wird gestärkt dadurch. Es ist eine Chance zum Wachstum.

Wenn Satan uns angreift, kommt er immer mit einer Lüge daher. In Johannes 8,44 nennt Jesus den Teufel „Vater der Lüge“. Satan kann gar nicht anders als zu lügen. Doch warum ist er bei so vie­len Men­schen erfol­gre­ich mit seinen Lügen? Er weiss, wo unsere Schwach­stellen sind. Dann nimmt er einen Kern Wahrheit und ver­dreht Gottes Wort, damit die Lüge glaub­haft erscheint. Dies hat er schon bei Adam und Eva im Garten Eden getan und er macht es immer wieder neu wenn er uns ver­sucht. Wenn er die Begierde in den Men­schen anspricht scheint es oft, als ob sie Scheuk­lap­pen anhaben. Sie sehen nur noch, was der Teufel ihnen vor Augen hält. Die Real­ität wird dabei völ­lig ausgeblendet.

In 1. Mose 25,29–34 hatte Esau nur noch Augen für das Lin­sen­gericht, das sein Bruder Jakob für ihn kochte. Sein Erst­ge­burt­srecht verkaufte er für eine Mahlzeit! Diese Mahlzeit sät­tigte ihn für den Moment, doch länger­fristig gese­hen hat er etwas Wertvolles ver­loren, das ihm gehört hätte. Esau war gefan­gen in seinen Begier­den und kon­nte seine Per­sön­lichkeit gar nicht richtig ent­fal­ten. Er drehte sich nur um sich selbst und hatte keinen Blick für die Zukunft, denn seine Augen waren nicht auf Gott gerichtet.
Im Gegen­satz zu Esau war Josef siegre­ich in der Ver­suchung. Als die Frau von Poti­far zu ihm kam wider­stand er ihr. Durch seinen Gehor­sam kon­nte Josef die Ver­suchung über­winden und ret­tete schlussendlich seine ganze Fam­i­lie vor dem Hunger­tod. Die Ver­suchung fand keine Lan­de­bahn in Josef, denn er hat die Begierde in sich abgetötet. Gott hatte grosse Pläne für Josef, auch wenn Josef es in diesem Moment wahrschein­lich nicht so wahrgenom­men hat. Für ihn sah es eher so aus, als wäre er am absteigen. Erst war er Sklave, danach kam er ins Gefäng­nis. Aber Josef hielt seine Augen auf Gott gerichtet und ver­traute ihm. Gott ist grösser als unsere Umstände und seine Pläne wer­den zus­tande kom­men, wenn wir ihm gehorchen.

Aber wie kön­nen wir gehor­sam sein? In Jakobus 1,13–14 ist beschrieben, wie die Ver­suchung (von aussen) zusam­men mit der Begierde (im Men­schen) die Sünde zeugt.  Was kön­nen wir tun, damit der Teufel auch in uns keine Begierde findet, bei der er mit seiner Ver­suchung lan­den kann? Wie kön­nen wir die Begierde in uns abtöten, damit keine Sünde entsteht? Dies geschieht bei der Taufe. Der alte Men­sch, die Begierde stirbt ab und wird begraben. Dafür entsteht ein neuer Men­sch, in dem keine Begierde vorhan­den ist. In Römer 6,12–14 schreibt Paulus: „So lasst nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, und leis­tet seinen Begier­den keinen Gehor­sam. Auch gebt nicht der Sünde eure Glieder hin als Waf­fen der Ungerechtigkeit, son­dern gebt euch selbst Gott hin als solche, die tot waren und nun lebendig sind, und eure Glieder Gott als Waf­fen der Gerechtigkeit. Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr ja nicht unter dem Gesetz seid, son­dern unter der Gnade.
Als neuer Men­sch herrscht die Begierde nicht mehr in uns. Viel mehr ist unser Ver­lan­gen auf Gott aus­gerichtet, der uns sät­tigt und mit Gutem füllt. Es ist dann nicht mehr schwierig, gehor­sam zu sein und die richti­gen Entschei­dun­gen zu treffen.

In meinem Leben habe ich das so erlebt und ich bete, dass jeder der das liest, dies auch erlebt.

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Gottes Segen — Mir­jam Jäger

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