Hatte Paulus Angst?

HJ Sommer 4

In Kapi­tel 18 der Apos­telgeschichte bin ich auf eine inter­es­sante Begeben­heit gestossen: Wenn wir Paulus auf seinen Reisen ver­fol­gen, stellen wir fest, dass er an jedem Ort an dem er ankam sofort mit der Verkündi­gung des Evan­geli­ums begann. Meis­tens besuchte er dazu die örtliche Syn­a­goge und verkündigte das Wort zuerst den Juden. So auch in Korinth. Aber offen­sichtlich war er etwas zurück­hal­tender denn er legte seinen Fokus auch auf seine Arbeit als Zeltmacher.

Es heisst im Vers 5: «Als aber Silas und Tim­o­theus aus Maze­donien anka­men, wurde Paulus durch den Geist gedrängt, den Juden zu bezeu­gen, dass Jesus der Chris­tus ist.» (Schlachter) andere Über­set­zun­gen sagen: «Als aber Silas und Tim­o­theus aus Maze­donien kamen, richtete sich Paulus ganz auf die Verkündi­gung des Wortes und bezeugte den Juden, daß Jesus der Chris­tus ist.» (Luther) Ich frage mich was Paulus gelehrt hat, bevor Silas und Tim­o­theus kamen?

Eine Antwort kön­nte Gottes reden zu Paulus in einer Vision sein (Vers 9–11): «Und der Herr sprach durch ein Gesicht in der Nacht zu Paulus: Fürchte dich nicht, son­dern rede und schweige nicht!» Paulus war auch nur ein Men­sch und Jünger wie du und ich.

Vielle­icht wurde auch er durch die ständige Ver­fol­gung und durch die Mis­shand­lun­gen die er erlei­den musste, ängstlich und zurück­hal­tend. Gott hat es gese­hen und Paulus getröstet und ermutigt wieder mit ganzer Kraft das Evan­gelium zu bezeu­gen! Paulus blieb mutig und furcht­los und verkündigte in vie­len weit­eren Städten, dass Jesus der Erlöser ist und brachte enorme Frucht für das Reich Gottes.

Erschrecke nicht, wenn du manch­mal mut­los und ängstlich bist das Evan­gelium zu verkündi­gen. Fasse neuen Mut! Jesus ist mit dir, er gibt dir die Kraft! Das Beste liegt noch vor dir! Nimm das Wort aus Josua 1,9 als eine per­sön­liche Ver­heis­sung: «Habe ich dir nicht geboten, dass du stark und mutig sein sollst? Sei uner­schrocken und sei nicht verzagt; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir über­all, wo du hingehst!»

Glory! Han­sjörg Stadelmann

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